Die Lederjacke – Typgerechtes Design im Wandel der Zeiten
Welche Jacke passt zu mir? Lederjackenkäufer haben die Qual der Wahl. Soll es eine gut gepolsterte Fettlederjacke im John Wayne-Stil sein, mit der sich die Rocky Mountains im Sturm erobern lassen? Oder ist man/frau eher der Elfentyp, dem eine zartrosa Designerjacke aus feinstem Kalbsleder besser zu Gesicht steht?
Kaum ein Kleidungsstück prägt das äußere und innere Erscheinungsbild eines Menschen so eindringlich wie eine Lederjacke. Gut zu wissen, welchen Typus man verkörpern will. Ausschlaggebend für die Wahl der richtigen Jacke ist zunächst das Leder. Man unterscheidet grob Glatt- , Wild- (oder Rauh-) und Kunstleder. Letzteres kommt für einen echten Lederjackenfan natürlich nicht in Frage, ob Glatt- oder Rauhleder ist eine Frage des persönlichen Lebensgefühls. Glattleder stammen in der Regel vom Rind, vom Schwein oder von anderen domestizierten Nutztierarten. Sie verkörpern eine solide Grundhaltung, entsprechend symbolisiert eine Lederjacke aus Glattleder bei allem Freiheitsdrang immer auch eine ausgeprägte Bodenhaftung. Eine Wildlederjacke mit oder ohne Fransen ist dagegen das Statussymbol der Trecker, Cowboys und Revolverhelden, die irgendwann aufbrachen, um den Wilden Westen der USA zu erobern. Rauhlederjacken aus Hirsch, Büffel oder Antilope verkörpern dementsprechend den Urtyp des abenteuerlustigen Draufgängers, der sich nur widerwillig den Regeln der Zivilisation unterwirft.
Nach der Art des Leders ist die Frage nach der passenden Farbe entscheidend. Moderne Gerb- und Färbetechniken machen´s möglich: Dem persönlichen Ausdruck sind farbtechnisch keine Grenzen gesetzt. Gleichwohl repräsentieren die klassischen Brauntöne nach wie vor den echten Naturburschen während schwarzes Leder unterschwellig aggressiv an Terminatoren und Hardrocker erinnert. Eine bunte Lederjacken schlägt dagegen den Bogen zu einer neu gewonnen Lebenslust.