Von der Tierhaut zum Statussymbol – Lederjacke forever
Schon unsere frühesten Vorfahren maßen den Wert ihrer Tiere nicht nur am Nährwert des Fleisches, das sie lieferten, sondern auch an der Qualität ihrer Haut. Ob Pferd, Rind oder Schaf: Jedes Nutztier im Umkreis des Menschen war immer auch ein Garant für wetterfeste Kleidung und die erste Lederjacke wurde vermutlich schon in der Steinzeit zusammen genäht. Die Technik des Gerbens ist ebenso alt. Damit eine Lederjacke nicht riecht, muss die rohe Tierhaut sorgfältig von allen Fleischresten befreit und anschließend haltbar gemacht werden. Dazu nutzte man früher Mineralsalze und pflanzliche Gerbstoffe, heute kommen auch synthetische Substanzen zum Einsatz.
Eine Lederjacke ist teuer. Selbst ein Modell von der Stange reißt ein gehöriges Loch in den Geldbeutel. Umso wichtiger ist eine sorgfältige Pflege, denn schließlich geht es um mehr als ein Kleidungsstück. Als Ausdruck des eigenen Lebensgefühls ist die Lederjacke ein echter Gefährte, der mit seinem Besitzer ein Leben lang durch dick und dünn geht. Deshalb Vorsicht bei der Pflege! Das wichtigste Gebot: Niemals in die Waschmaschine! Eine Lederjacke reagiert empfindlich auf Waschmittel und heftiges Schleudern. Während des Trocknungsprozesses treten hässliche Risse auf, die die Schutzfunktion stark herabsetzen. Deshalb lieber zum Schwamm greifen oder – bei starker Verschmutzung – das gute Stück in die Reinigung geben. Lederpflegeprodukte aus dem Fachhandel helfen, Flecken und Verschmutzungen zu entfernen. Für Wildleder gibt es auch spezielle Bürsten. Und nach dem Säubern will die Lederjacke imprägniert sein: Mindestens einmal im Jahr sollte ein Lederspray oder ein entsprechendes Pflegemittel zum Einsatz kommen, damit die Jacke auch weiterhin formschön jedem Wetter trotzen kann.